Laut einer neuen EU-Verordnung sollen freie Autoreparaturwerkstätten und Händler von Ersatzteilen einen besseren Zugang zu speziellen Informationen der Automobilhersteller erhalten. Die Informationen, um die es sich hier handelt, betreffen die Bereiche Wartung und Reparatur. Dies könnte einen Aufschwung der Ersatzteilindustrie bedeuten, da der Wettbewerb so erleichtert und gleichzeitig beflügelt wird. In derselben Verordnung, in der auch Details zur Grenze des Schadstoffausstoßes behandelt werden, wird nun auch festgelegt, dass die freien Werkstatthäuser Zugriff zu diesen Daten haben sollen, die ihnen die Arbeit um Einiges erleichtern könnten.
Da der Markt so beflügelt wird, ist auch ein größeres Marktvolumen und somit ein kleinerer Preis für den Endabnehmer, also den Kunden, denkbar. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Veränderung auf den Markt tatsächlich niederschlägt, aber eine negative Konsequenz für den Kunden ist nicht zu erwarten. Autoteile günstig erwerben können somit sowohl die freien Marktteilnehmer auf einfachere Weise, aber letztlich auch der Kunde, der mit einem Schadensfall in der Werkstatt ankommt. Wer sich direkt an den Vertragspartner eines Automobilherstellers wendet, der wird von dieser neuen Verordnung nichts zu spüren bekommen, wer jedoch – wie im Normalfall unter Autofahrern üblich – einen dritten, unabhängigen Mechaniker aufsucht, der kann eventuell bald positiv von diesem erweiterten Informationsfluss profitieren.
Ob nun letztlich wirklich finanziell etwas auf dem Autoteile-Markt bewirkt wird, kann momentan nicht genau abgeschätzt werden. Fakt ist jedoch, dass unabhängige Werkstätten nun nicht mehr eine Randposition auf dem Markt einnehmen, sondern von denselben Informationen bezüglich Ersatzteile und Wartung profitieren, wie die großen Fische auf dem Markt auch.